ORRION | Projekt ORRION

Hochwasserereignisse

Projekt ORRION

VORSTELLUNG

Orrion ist eine partizipative Datenbank zur Geschichte des Hochwassers im Oberrhein. Die Informationen stammen von der Transrisk Datenbank, die von Iso Himmelsbach (Universität Freiburg) erstellt und verwaltet wird.

 

Orrion zielt darauf ab, den Wissensaustausch, das Wissen und die Erinnerungskultur zu fördern, um eine gemeinsame Risikokultur zu ermöglichen. Dafür brauchen wir die Hilfe aller. Ihre persönlichen Informationen, zu Überschwemmungen oder Schlammflüssen (aktuelle oder alte Dokumente, Zeitzeugenberichte, Fotografien, Videos, etc.) können Sie auf die Website www.orrion.fr setzen und sie mit allen teilen !

 

Bitte kontaktieren Sie die Site-Administratoren oder verwenden Sie das Formular, das speziell für diesen Zweck konzipiert wurde.

 

 


 WICHTIG: jeder Beitrag wird namentlich gekennzeichnet werden, es sei denn, der Beitragende möchte anonym bleiben.

 

  • Wenn Sie Informationen aus der Datenbank zitieren :

 

Kennzeichnung der Hauptquelle des Dokuments (Bsp.  ADHR 8AL2 ; Journal, “L’Express”, 29/12/1919, etc.) und immer, ob von der Transrisk Datenbank, um die Arbeit der  Wissenschaftler zu respektieren.

 

Verweise sind folgendermaßen zu zitieren :  : “Hauptquelle”, in ORRION (Observatoire Régional des Risques d’Inondation) ; programmes ANR ; DFG TRANSRISK (2008 – 2011) et TRANSRISK² (2014 – 2017) ; CRESAT / Université de Haute – Alsace, Mulhouse / IPG – Albert Ludwigs Universität Freiburg.

 


 

Wichtiger Hinweis: Der Zweck dieser Datenbank ist die Erhaltung und die Teilhabe am kollektiven Gedächtnis zu den Hochwasserereignissen. Ein Vergleich der Ereignisse, die im Zeitabstand von Jahrzehnten oder Jahrhunderten eingetreten sind, sollte sehr vorsichtig vorgenommen werden. So kann beispielsweise das Klima den Kontext verändert haben, aber unsere Region hat vor allem erhebliche Veränderungen in der Landnutzung erlebt, die auf die Flussdynamik und die Anfälligkeit von Personen und Eigentum Einfluss genommen haben kann. Hinzu kommt, dass vor allem die Schäden – weniger das Hochwasserereignis selbst – , zur Herstellung von Archiven beitragen. Das bedeutet, dass in einer Region, in der außerdem die Verluste und Zerstörungen durch Kriege und der Wechsel der staatlichen Zugehörigkeit folgenreich waren, das Fehlen von Quellen nicht vorzeitig als Ausbleiben von bedeutenden Hochwasserereignissen zu interpretieren ist.

 

Jeder Vergleich erfordert Kontextualisierung. Man kann die Überschwemmungen 1990 mit dem Hochwasser 1919 vergleichen, aber in keinem Fall gleichsetzen.

Die Verantwortlichen

Dr. Brice MARTIN

Dozent für Geographie, Forschungszentrum für die Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Techniken (CRESAT) Universität Haute - Alsace (UHA), Campus Fonderie, 16 rue de la Fonderie 68093 MULHOUSE CEDEX, brice.martin@uha .com

Dr. Iso HIMMELSBACH

Vertragswissenschaftler, Institut für physische Geographie Albert - Ludwigs-Universität, D-79085 FREIBURG, i.himmelsbach@gmx.de

Benjamin FURST

Doktorand in Geschichte, Forschungsstelle für Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Techniken (CRESAT) Universität Haute - Alsace (UHA) Campus Fonderie, 16 rue de la Fonderie, 68093 MULHOUSE CEDEX, benjamin.furst@uha.fr

Dr. Florie GIACONA

Postdoc, Forschungszentrum für Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Techniken (CRESAT) Universität Haute - Alsace (UHA), Campus Fonderie, 16 rue de la Fonderie, 68093 MULHOUSE CEDEX , florie.giacona@uha.fr

Nicolas HOLLEVILLE

Doktorand in Geschichte, Forschungsstelle für Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Techniken (CRESAT), Universität Haute - Alsace (UHA)

Dr. DIETRICH-CHENEL Karin

Dozentin für deutsche Landeswissenschaften, Sprache und Kultur , CRESATDoktorand in Geschichte, Forschungsstelle für Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Techniken (CRESAT), Universität Haute - Alsace (UHA)

ZIELE

Sammeln, zu klassifizieren und zu machen, um allen Akteuren der lokalen Szene Hochwasserrisiko verfügbar (öffentlich, gewählte Beamte, Verwaltungspersonal und Bildungs, Wirtschaft, etc.), roh Informationen zu historischen Hochwasser im Elsass (Archive, Presse, Fotos, etc.).


Dies wird zum einen, um zusätzliche Informationen zu den für die Verwaltung der Hochwassergefahr zu schaffen, zum anderen in der Entstehung und Aufrechterhaltung Kultur beteiligen Risiko aller Beteiligten, die Bewertung der Speicher und die Weitergabe von Wissen und die Förderung der Aufklärung über Gefahren. Ein Ansatz, der beispielsweise finden direkte Anwendung im Rahmen der DICRIM (Gemeinsam Information Document auf Hauptrisiken ), PAPI (Aktionsplan und Hochwasserschutz), insbesondere im Hinblick auf die Verlegung Hochwassermarken, etc …

Wissenschaftlicher Hintergrund

Eine historisch-abgestuftes Konzept transnationalen Hochwasserrisikomanagement im Einzugsgebiet des Rheins(2014 – 2017), die von den Universitäten von Mulhouse geführt Orrion die Datenbank im Rahmen des Hochschulforschungsprogramm durchgeführt TRANSRISK² (CRESAT) in Frankreich und Freiburg (IPG) in Deutschland und von der Französisch nationalen Forschungsagentur (ANR) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Dieses Programm wird von Brice MARTIN (CRESAT) und Rüdiger Glaser (IPG), und eine Verlängerung der Transrisk Programm interdisziplinär und grenzübergreifende Analyse der Geschichte des Hochwasserrisikos im Oberrheingebiet geführt (2008-2011).


Transrisk Das Programm hat eine Flut von mehr als 3000-Datenbank, die zwischen 1480 und heute im südlichen Rheingrabens (Oberrhein insbesondere) aufgetreten erstellt, ist das Programm TRANSRISK² Geschichtsforschung in Nord Rheingraben (Bas Rhin) und der Mosel-Becken.


Diese Datenbank in Access gebaut, ist von Iso Himmelsbach (Universität Freiburg) verwaltet. Iso Himmelsbach, Charlotte Edelblutte, mit Lauriane, Ouarda Guerrouah, Brice Martin, Nicolas HOLLEVILLE Joëlle Lamey, Chris Ehret, Kevin Mary Walid Brahim: bei der Datenerhebung im Rahmen des Transrisk Programme und TRANSRISK² teilgenommen.


Die Informationen aus dieser Datenbank, seit 2008 gesammelt, ergänzt und zur Zeit bereichert, sind nun online über die Website Orrion.fr veröffentlicht und zur Verfügung gestellt, um alle.

Programm-Übersicht Transrisk

Im Rahmen des erfolgreich abgeschlossenen DFG-ANR-Projektes TRANSRISK (DFG-Gl 358/5-1, ANR-07-FRAL-025 (2008-2011)), in der eine breite grenzübergreifende empirische Basis der Hochwasserereignisse im südlichen Oberrheingebiet der letzten 300 Jahre geschaffen wurde, konnten typspezifische Hochwasser und die verursachenden Wetterlagen abgeleitet und klassifiziert werden. In Fallstudien wurden für beide Teilgebiete Ausarbeitungen zum Hochwasserrisiko und zur Hochwasser-Vulnerabilität im Rahmen der Risikoanalyse erstellt und kartographisch dargestellt. Damit konnten auch einige neue Aspekte, wie sie im Kontext der Europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (EU-HWRM-RL, EU 2007) gefordert sind, eingebracht und bewertet sowie bei Vertretern der einschlägigen Behörden vorgestellt und diskutiert werden. TRANSRISK² strebt eine Erweiterung der empirischen Basis um die angrenzenden Teileinzugsgebiete seit 1700 an. Auch sollen, wie vielfach gefordert, Informationen zu Veränderungen der Landnutzung in den flussnahen Räumen und den Flusseinzugsgebieten sowie zur Umgestaltung der Flüsse selbst integriert werden. Nachdem in TRANSRISK die historischen Hochwasserrisikoanalysen vielversprechend ausgefallen sind, soll ein besonderes Augenmerk auf die Untersuchung der Wahrnehmung und Akzeptanz von Risiken, insbesondere aber der Kommunikationsstrukturen und der Vulnerabilität, als Beitrag zu einem umfassenden und integrativen Hochwasserrisikomanagement geworfen werden.
Damit soll ein holistisches Verständnis des Hochwasserrisikomanagements erreicht werden, das die sich ändernden Aspekte in der Wahrnehmung, politischen Entscheidungen, Einschätzung von Technik und der Rolle von Risiko- und öffentlichen Diskursen im Spannungsfeld von Klimawandel und gesellschaftlicher Konzeptionalisierung in ihrer zeitlichen Dynamik nachzeichnet und analysiert.

In Deutschland schließen die für die Modellierung der möglichen Überschwemmungsflächen zuständigen Verwaltungen bei den Ende 2013 zu veröffentlichenden Hochwassergefahrenkarten die Einbeziehung historischer Ereignisse ausdrücklich aus (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (2011)). Ziel ist es die modellierten Überschwemmungsflächen mit den historisch belegten Überflutungsgebieten zu vergleichen, um die Validität der im Modell ausgewiesenen Risikoflächen zu überprüfen. Als Basis für die historisch-progressive Modellierung müssen zudem die baulichen oder natürlichen Veränderungen der Flussläufe sowie die sich daraus entwickelnden Änderungen in der Landnutzung von Überschwemmungsgebieten analysiert werden.
Eng in Zusammenhang mit der Analyse der historischen Landnutzung in Hochwasserrisikogebieten steht darum die Modellierung historischer Ereignisse und ihre Projektion auf heutige Verhältnisse (progressiv-historischer Ansatz). Dazu liegen bereits Erfahrungen aus dem Teilprojekt Xfloods (2005-2007) des RIMAX-Projektes bezüglich des Neckars vor. Eine Ausdehnung der dabei angewandten Methoden auf den Rhein und die größeren Nebenflüsse wäre im Hinblick auf die Weiterentwicklung und Standardisierung der Methodik sinnvoll. Deshalb sollen im Rahmen einer historisch-progressiven Modellierung ausgewählte Hochwasser- Extreme seit 1700 auf die heutige Situation übertragen werden. Dieses Verfahren ermöglicht eine Bewertung der aktuellen Maßnahmen vor dem Hintergrund realer historischer Hochwasserkatastrophen, die über das heute bekannte Maß eines HQ100 hinausgehen. Dadurch wird ein direkter Bezug zu den unmittelbaren Zielen der EU-HWRM-RL erreicht.

Um eine zeitgemäße Präsentation und die notwendige Partizipation zu stimulieren, sollen die Daten und Erkenntnisse in eine kollaborative Forschungsumgebung eingebunden werden. Eine möglichst große Breitenwirkung soll erzielt werden, um den heutigen Ansprüchen partizipativer Gestaltung gerecht zu werden. Dies soll über die Kommunikation in Fachkreisen und die Implementierung einer kollaborativen Forschungsumgebung erzielt werden.