ORRION | Juin 1910

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Juin 1910

Cours d'eau:Rhin
Date:
Localités touchées:Huningue, Neuenburg-am-Rhein, Munchhausen, Schoenau, Rhinau, Strasbourg, Sundhouse, Diebolsheim
Causes:Inconnues -
Conséquences:Dommages fonctionnels - Dommages matériels -
Source 1:Presse, "Freiburger Zeitung", 16 juin 1910.
 Hüningen : Schiffsbrücke weggerissen. Neuenburg/Rh. : Schiffsbrücke weggerissen.
Source 2:Archives départementales du Bas-Rhin (ADBR), 414 D 2454.
 Lettre du Ministerialdirektor au Kreisdirektor à Wissembourg, 20 juillet 1911, Strasbourg : « Auf den Bricht vom 4. Mai ds.Js.N°2529, betreffend Gesuch der Gemeinde Münchhausen um eine Staatsbeihülfe für die Wiederinstandsetzung des durch das Thein-Hochwasser im Juni 1910 beschädigten Wörth-Schutzdammes, teile ich Ihnen ergebenst mit, dass ich den Herrn Wasserbauinspektor für den Rhein hier beauftragt habe, der Gemeinde Münchhausen zu dem genannten Zwecke eine Beihilfe von 600 M (Sechshundert Mark) auf Kapitel 48 Titel 20a der fortdauernden Ausgaben der Wasserbauerwaltung für das Rechnungsjahr 1911 anzuweisen. Hierbei betone ich, dass die Wasserbauverwaltung durch die Gewährung der beihilfe keine Verantwortung für die Standsicherheit des fraglichen Dammes und keine Verpflichtung zu weiteren Beihilfen übernimmt. ».
Source 3:Archives départementales du Bas-Rhin (ADBR), 414 D 2828.
 Telegramme, 16 juin 1910, Muelhausenels : « hochwasser heute morgen 7 pontons hueninger schiffbruecke weggerissen. Durch diese schiffbruecke eichwald vollstaendig abgerissen. 30 personen die auf der bruecke bei blodelsheim saemtlich durch nachgesandte kaehne gerettet. »
Source 4:Archives départementales du Bas-Rhin (ADBR), 414 D 2828.
 Lettre du Ministerialdirektor au Kaiserlichen Satthalter in Elsass-Lothringen, 17 juin 1910, Strasbourg : « Die letzten abgetriebenen Brückenteile der Schiffbrücken von Hüningen und Eichwald sind oberhalb der Strassenbrücke bei Kehl aufgefangen worden. Der Scheitel der Hochwasserwelle war 8 Uhr morgens in Schönau. Das Wasser hat daselbst einen Stand von 5,89 m erreicht. Der höchste Wasserstand war daselbst in den Jahren 1881 und 1882 6,01 m. In Rheinau ist der höchstbekannte Wasserstand, der sich im Jahre 1881 mit 6,07 am Pegel eingestellt hatte um 15 cm überschritten worden. In Strassburg ist der höchste Wasserstand in der Nacht von heute auf morgen zu erwarten. »
Source 5:Archives départementales du Bas-Rhin (ADBR), 414 D 2828.
 Lettre du Ministerialdirektor à Herrn Statthalter, 17 juin 1910, Strasbourg : « nach telephonischer Mitteilung der diesigen Rheinbauinspektion ist der Rheindamm 8 km oberhalb Rheinau bei km 20 an der Gemarkungsgrenze Sundhausen Diebolsheim gebrochen. Es ist sofort eine Kompanie Pioniere requiriert worden, die zur Hilfeleistung an Ort und Stelle befördert wird. Nähere Nachrichten fehlen noch. Ich erwarte sie aber in kürzester Zeit. »
Source 6:Archives départementales du Bas-Rhin (ADBR), 414 D 2828.
 Lettre du Ministerialdirektor à Herrn Statthalter, 18 juin 1910, Strasbourg : « Von Baurat Schmitt sind aux Rheinau folgende Meldungen eingegangen: „Vorbereitungen zur Wiederherstellung der Hüninger Schiffbrücke sind im Gange, die Verkehrssperre über die Brücke wird jedenfalls etwa 14 Tage dauern. Personenverkehr findet über die Eisenbahnbrücke statt.“ „Die Schliessungsarbeiten an dem gestern nachmittag 2 ½ Uhr im Haupt-Rheindamm Gruppe II km 20,3 auf 25 m Länge entstandenen Durchbruch werden fortgesetzt. Das Durchbruchwasser hat sich hauptsächlich auf Flächen der Gemarkung Sundhausen ausgebreitet. Der Hauptrheindamm musste zur Abwendung der Gefahr für Diebolsheim, Friesenheim und Rheinau gestern abend ungefähr 100 m oberhalb der Metzgerbrücke durchstochen werden. Der Rückstaudamm der Ischert unterhalb der Metzgerbrücke wurde nicht überflutet. Weitere militärische Hilfe nicht erforderlich. Derselbe berichtet mit Telephon an das Ministerium weiter : das Durchbruchwasser steht zur Zeit am Ischertquerdamm etwa 60 cm unter der Krone, und ist im Stillstand. Die Wassermenge, die durch die Metzgerbrücke und durch die im Hauptrheindamm oberhalb dieser Brücke hergestellt Bresche aus dem überschwemmten Gebiet in den Rhein zurückfliesst, ist also annährend ebenso gross als die durch die Durchbruchstelle zufliessende Wassermenge. Bei weiteren Fallen des Rheins muss sich also das Wasser aus dem überschwemmten gebiet allmählig nach dem Rheine entleeren. Die Zeitungsnachricht, dass im Ischertdamm Sickerungen aufgetreten seien, sei richtig, der Damm werde durch Militär bewacht und werde nach seiner Ansicht Stand halten, also eine Überschwemmung von Diebolsheim, Friesenheim und Rheinau verhindern. Es werde nicht möglich sein die Durchbruchstelle im Hauptrheindamm zu schliessen, es könne nur verhindert werden, dass sie sich erweitert. Die Pioniere werden noch etwa bis Montag an der Stelle sein müssen. Das Wasser fällt langsam, da die Seen in der Schweiz gefüllt sind und nur langsam abfliessen. »
Source 7:Archives départementales du Bas-Rhin (ADBR), 398 D 901.
 Télégramme, Telegraphie zur Wasserbauverwaltung, 15 juin 1910 : « Rheinstand Waldshut gestern Mittag 379 cm, früh vormittags 8 Uhr 490 cm und stark steigend. Hüningen gestern Mittag 328 cm, früh vormittag 8 Uhr 426 cm (…) ».
Source 8:Archives départementales du Bas-Rhin (ADBR), 398 D 901.
 Telegraphie zur Wasserbauverwaltung, 16 juin 1910 : « (…) Rheinstand Hüningen 8 Uhr virmittags 563 cm, Rheinstand Rheinau 8 Uhr vormittags 538 cm: (…) steigend (…) ».

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