ORRION | Février 1980

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Février 1980

Cours d'eau:Bruche, Doller, Ill, Moder
Date:Le 3 / 2 / 1980
Localités touchées:Lutterbach - Pfaffenhoffen - Bischwiller - Rohrwiller - Haguenau - Kehl - Mulhouse - Wisches
Causes:Fonte des neiges / redoux - Précipitations continues - Saturation des sols -
Conséquences:Dommages environnementaux - Dommages fonctionnels - Dommages matériels -
Source 1:Presse, "Dernières Nouvelles d'Alsace", 7 février 1980.
 Inondation des rivières d'Alsace dues au redoux. Dans le secteur d'Haguenau, au chemin du Moulin-Neuf, la route est coupée sous le pont. La circulation est interrompue car l'eau atteint 50 cm. A Pfaffenhoffen, la Moder n'a pas pu se maintenir dans son lit. Les terres gorgées d'eau ne la recevant pas non plus, les eaux de la rivière se sont déversées où elles pouvaient. Entre Bischwiller et Rohrwiller, les terrains agricoles ressemblent à un étang.
Source 2:DIREN Alsace, SEMA, ''Liste des crues supérieures à 45m3/s, rivière Bruche, période 1949-2004", non daté.
 Crue de la Bruche. A Wisches, la rivière atteint une hauteur de 1.54 m et enregistre un débit de 68.2 m3/s. La période de retour est comprise entre 2 et 5 ans.
Source 3:"Historique des inondations de la Doller à Lutterbach", historique non-exhaustif réalisé sur la base des documents d'archives et coupures de presse collectées auprès d'anciens de Lutterbach présenté lors du Conseil Municipal de Lutterbach du mardi 16 mars 2010, non publié.
 Grande crue : La rue de Reiningue est partiellement sous l’eau, déracinement d’arbres, champs Inondés, caves de Reiningue transformés en piscines …
Source 4:Presse, "Acher-Rench-Zeitung", 7 février 1980.
 "Hochwasser wie im Durchschnitt alle 50 Jahre einmal" Rhein-Pegel fünf Meter über Normal-Stand Rheinvorland vollständig überflutet - Hohe Schäden an der Baustelle für das Kulturwehr Kehl (no). Am gestrigen Vormittag um 10 Uhr war die größte Gefahr vorbei: von da ab sank der Rheinwasserstand im Raum Kehl wieder, langsam zwar, aber stetig. Bis zu diesem Wendepunkt um 10 Uhr aber war der Rhein angeschwollen, bis die Wasseroberfläche um rund fünf Meter über der durchschnittlichen Höhe lag, die Durchflußmenge sich vervierfacht hatte. Im Bereich der Stadt Kehl entstanden keine bisher bekanntgewordenen Schäden, dafür aber an der Baustelle für das Kulturwehr bei Marien. 100 000 Mark, so Oberregierungsrat Wündisch, ist die untere Grenze für die Schäden, insgesamt werden sie sicherlich höher sein, genaue Angaben sind noch nicht möglich. Um zwei bis vier Wochen werden die Bauarbeiten verzögert. Das gesamte Rheinvorland war überflutet, die Schiffahrt war längere Zeit blockiert. Es handelte sich, so die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung, um ein Hochwasser, das im langfristigen Durchschnitt nur alle 50 Jahre einmal vorkommt. Das Hochwasser am Oberrhein hatte sich schon in den Tagen zuvor angekündigt. Die Nebenflüsse des Rheins hatten ihm auf seiner ganzen Länge ungewöhnliche Wassermengen zugeführt, bedingt durch starke Regenfälle und gleichzeitige Schneeschmelze in den Bergen. Teilweise lagen die Nebenflüsse schon am frühen Dienstag mehrere Meter über dem normalen Wasserstand. In Kehl trat der Rhein in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch über die Ufer. Er überflutete auf beiden Seiten das Rheinvorland; der Wasserstand erreichte jedoch in Kehl nicht die Höhe des Damm-Durchlasses bei der Großherzog-Friedrich-Straße. Die gesamte Rheinpromenade stand jedoch rund um die Uhr unter Wasser. Die Bauleitung beim Kulturwehr Marien war auf die Entwicklung vorbereitet. Regelmäßig kamen die Wasserstandsmeldungen vom Pegel in Rheinfelden am Hochrhein. Veränderungen, die sich dort zeigen, treten in gleicher Form zwölf bis 16 Stunden später in der Höhe von Kehl auf. Aus der erst kürzlich fertiggestellten Baugrube für den zweiten Bauabschnitt konnten somit bereits im Laufe des Dienstags die Geräte und Maschinen herausgeholt werden. Sehr viel waren allerdings noch nicht drin, da mit den Betonierarbeiten noch nicht begonnen worden war. Um 1 Uhr in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch entschloß sich die Bauleitung dann, die Baugrube zu fluten. Die getroffenen Sicherheitsvorkehrungen reichten nicht mehr aus, um den Wassermengen Herr zu werden: sie waren ausgelegt für ein Hochwasser, das im Durchschnitt alle zehn Jahre einmal vorkommt. Das gestrige Hochwasser allerdings war ein sogenanntes „50jähriges" Hochwasser. Während im Jahresdurchschnitt rund 1 000 Kubikmeter Wasser je Sekunde den Rhein hin unterfließen, waren es gestern rund 4 000 Kubikmeter - vier Millionen Liter! - je Sekunde. Obwohl die Baugrube beim Kulturwehr rechtzeitig geflutet wurde, brach dennoch ein Teil des Dammes, der als Baugrubenumschließung gebaut worden war. Eine Transformatorenstation fiel ins Wasser, zwei Notstromaggregate, eine Baracke mit Spanngliedern und Schalteilen wurde hinweggespült: über Kilometer hinweg wurden diese Schalteile vom Fluß verteilt. Auf einer Insel im Strom waren die dort stationierten Baukolonnen vom Festland abgeschnitten, die Verbindung war abgebrochen. Ein Bauarbeiter erlitt einen Kollaps, er mußte mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Erst am späten Mittwochvormittag gelang es mit Hilfe der Wasserschutzpolizei und der Bereitschaftspolizei Lahr, die ein großes Schlauchboot mit starkem Motor zur Verfügung hat, die eingeschlossenen Bauarbeiter-Kolonnen auszutauschen. Weitere Personenschäden waren nicht zu beklagen. Um rund zwei bis vier Wochen werden die Bauarbeiten am Kulturwehr verzögert, erklärte Oberregierungsbaurat Wündisch. Im vergangenen Herbst waren die Bauarbeiten ziemlich genau zur Hälfte abgewickelt gewesen. Allerdings auch nicht ungestört: ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so hohes Hochwasser hatte im August 1978 die Bauleitung gezwungen, schon die erste Baugrube vorübergehend zu fluten. Von den Baukolonnen war die Straße am Damm, der am weitesten am Rhein liegt, bei Erkennen der Gefahr mit Eichenbalken, abgedichtet mit Plastikplanen, gesperrt worden. Diese Maßnahmen, so der bauleitende Oberregierungsrat Wündisch, habe sich als ausreichend erwiesen. Von ganz geringen Wassermengen abgesehen sei das Gelände jenseits der Balken-Sperre trocken geblieben. Durch ein Regulierungsbauwerk im Damm sei allerdings Wasser ins Hinterland gedrungen. Die Entscheidung, dieses Regulierungsbauwerk nicht zu schließen, sei allerdings dennoch richtig gewesen, weil sich sonst das aus dem Hinterland zum Rhein fließende Wasser ohnehin gestaut hätte und damit das gleiche Ergebnis erzielt worden wäre. Vom Pegel in Rheinfelden wurden seit Dienstagabend um 20 Uhr fallende Wasserstände gemeldet. Am Mittwochmorgen um 10 Uhr, also 14 Stunden später, wirkte sich dies in Kehl aus: mit 5,84 Meter beim Pegel Kronenhof wurde der höchste Wasserstand registriert, in den darauffolgenden fünf Stunden, also bis 15 Uhr, fiel der Pegelstand um zwölf Zentimeter auf 5,72 Meter. Im Laufe des Abends und der Nacht setzte sich dieser Rückgang kontinuierlich fort.
Source 5:Sapeurs-pompiers de Mulhouse, "Rapport d'intervention des sapeurs-pompiers de Mulhouse", 31 décembre 2001, cité dans ANSEL Romain, "Le risque d’inondation à Mulhouse aux XIXe siècle et XXe siècle", Mémoire de Master (Histoire), Université de Haute-Alsace, Mulhouse, 2008.
 Rues touchées par les inondations des 3 et 4 février : Porte du Miroir, rue Furstenberger, Bd. de l'Europe. Cause : Pluies continues.

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